Unser  Terrarium für die Schlüpflinge ist in einem umgebauten Gartenhaus untergebracht, indem auch unsere erwachsenen Tiere leben.
Die Kleinen leben  sozusagen im 1. Obergeschoss auf einer Grösse von 2,5 m X 70 cm. Der Boden  besteht aus 5 cm dicken massiven Holzbohlen, da das Gewicht von mindestens 10  bis 15 cm Erde doch erheblich ist. Als Umrandung wurde einfaches Leimholz verwendet und mit 0,5 mm Teichfolie ausgelegt.
Das Innenterrarium ist durch eine Klappe mit dem Außengehege, (ebenfalls im ersten Obergeschoss) verbunden. So können auch unsere Schlüpflinge die Sonne geniessen.

Aufgeteilt ist das Terrarium in 2 Zonen:
Zone 1 ist ein Gemisch aus Anzuchtserde (Nullerde) und normaler Gartenerde die leicht feucht gehalten wird. Dort gibt es Tonhöhlen, Pflanzen und ausgestochene Rasenstücke, was zum klettern und verstecken dient. Die Tonhöhlen werden wegen dem Mikroklima noch mit Moos bepflanzt. Man sollte aber immer darauf achten, dass keine scharfen Kanten vorhanden sind, an denen sich die Tiere verletzen könnten.
Zusätzlich gibt es einen Luftbefeuchter der durch eine Zeitschaltuhr gesteuert, zwei mal täglich für 15 Minuten läuft und die Luftfeuchtigkeit erhöht.

Die  Zone 2 ist die trockenere Zone, die aus Muschelkalk besteht, und auch hier haben die Schildkröten die Möglichkeit sich zu verstecken.

Bei  uns werden die Nachzuchten 1X in der Woche gebadet. Man sieht zwar hin und wieder eine Schildkröte baden oder trinken, bei der Menge jedoch verliert man den Überblick. So ist man sich sicher das genügend Feuchtigkeit aufgenommen wird. Gleichzeitig kann man dann auch die Kleinen wiegen und sich vom Gesundheitszustand überzeugen.

Selbstverständlich wird den Kleinen täglich frisches Wasser zum baden und trinken bereitgestellt.
Das Fressen wird entweder in eine Tonschale, oder auf flache grosse Steine gelegt. Eine Sepiaschale darf keinesfalls fehlen.
Gefressen wird nur das, was auch die erwachsenen Tiere bekommen, wie z.B.: Breitwegerich, Spitzwegerich, Disteln, Löwenzahn und Vogelmiere. Manchmal gibt es auch ein wenig Kapuzinerkresse, Rauke und Erdbeerblätter aus dem eigenen Garten.
Weiterhin sollten auch immer Heupellets, Kräuterheu oder getrocknete Wildkräuter angeboten werden.

Eines der wichtigsten Themen ist die Beleuchtung.
UV-Licht ist absolut lebensnotwendig für Schildkröten, somit sollten sie solange es die Temperaturen zulassen im Freigehege mit anschliessendem Schutzhaus gehalten werden.
Erst wenn es draussen zu kalt wird, sollten sie im beheizbaren Schutzhaus bleiben oder ins Terrarium gesetzt werden. Ein Terrarium kann aber  nur für Jungtiere in der Übergangszeit, damit die Kleinen nicht zu lange in der Winterstarre verbleiben müssen, eine Lösung sein.
Hier hat man nun als Schildkrötenhalter die Qual der Wahl mit welcher Beleuchtung man den Kleinen das Sonnenlicht ersetzen möchte.
Nach zahlreichen Versuchen gibt es für uns nur zwei Alternativen bei Lampen die gleichzeitig UV- Licht und Wärme abgeben.
Die eine Variante ist die Power Sun 160 Watt und die andere ist die Bright Sun UV Dessert 70 Watt.
Mit verschiedenen Halogen Spots kann je nach Grösse des Terrariums eine zweite Wärmequelle geschaffen werden.
Zum ausleuchten der Terrarien können Neonröhren oder andere Energiesparlampen verwendet werden.

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